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Donnerstag, 25. Januar 2018 06:50 Uhr

Zwischen Beruf und Regionalliga: Patrick Kurzen über seine zwei Karrieren

Bad Driburg (rw). Oft zieht es talentierte Jugendspieler aus dem Sportkreis Höxter schon in der U14 oder U16 zum SC Paderborn. Viele schaffen den Sprung nicht und landen später wieder in der Heimat. Dass man es auch über einen ganz anderen Weg im Fußball-Geschäft weit nach oben packen kann, zeigt die Karriere von Patrick Kurzen. Der Reelsener kickt nach seinem Wechsel in die U19 des Delbrücker SC seit dieser Saison für den Regionalligisten SC Verl.

Raus aus dem Anzug, rein in die Fußball-Klamotten! So geht es Kurzen fast jeden Tag. Der 21-Jährige ist angehender Bankkaufmann, wohnt noch bei seinen Eltern in Reelsen und pendelt fast täglich hin und her. Zwischen Heimat und Hobby liegen etwas mehr als 60 Kilometer, hinzu kommt noch der Weg zur Arbeit - der Aufwand ist groß.

„Mein Arbeitgeber ist mir sehr entgegengekommen, da ich sonst neben dem Fußball nicht mehr voll hätte arbeiten können. Die Ausbildung abzubrechen, wäre für mich keine Option gewesen, sodass die Bank mir eine Teilzeitlösung angeboten hat“, berichtet Kurzen, der am 24. Januar nach bestandener schriftlicher Prüfung den mündlichen Teil absolvieren muss. Und ganz nebenbei startete schon am 8. Januar die Vorbereitung mit dem SC Verl.

19 Spiele in der Regionalliga West liegen bereits hinter den Jungs von der Poststraße. Kurzen stand in jeder Partie auf dem Platz, 14 Mal sogar in der Startelf. „Ich kann mit meinen Leistungen sehr zufrieden sein. Tore vorzubereiten gelingt mir schon ganz gut, aber ich will noch häufiger selber zum Abschluss kommen und mich weiterentwickeln“, sagt der 21-Jährige. Auf sein Konto gehen bereits zwei Buden und fünf Vorlagen. Zuletzt traf der rechte Mittelfeldspieler beim 2:0-Sieg gegen Rot-Weiß Oberhausen – besser hätte das erste halbe Jahr in der vierten Liga nicht enden können.

In der Jugend für den SV Blau-Weiß Reelsen und TuS Bad Driburg auf den Plätzen des Kreises unterwegs, dann für den Delbrücker SC in der Westfalenliga und jetzt an der Hafenstraße in Essen oder am Tivoli in Aachen. Wie schafft man so einen rasanten Aufstieg? „Ich gehe solche Herausforderungen mit viel Demut an“, erklärt Kurzen, der vor drei Jahren damit aber nicht gerechnet hat: „Hätte mir damals einer erzählt, dass ich heute vor 10000 Zuschauern in Essen spiele, dann hätte ich ihm das niemals abgekauft.“

Kurzen genießt diese besonderen Spiele. Dass er diese Momente erleben darf, stand schon in der Winterpause der vergangenen Saison fest. Der Reelsener wollte unbedingt in die Regionalliga und überzeugte in einer Trainingswoche beim KSV Hessen Kassel. Doch anstatt nach Saarbrücken, Offenbach oder Mannheim geht´s jetzt nach Essen, Oberhausen oder Aachen. Ausschlaggebend war neben der beruflichen Situation auch der Wechsel seines Delbrücker Trainers Rino Capretti und dessen Co´s Maniyel Nergiz nach Verl. „Das hat unter allen Gesichtspunkten am meisten Sinn gemacht“, so der angehende Bankkaufmann.

Wie auch Capretti hat Kurzen beim SCV einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019 unterschrieben. Große Gedanken an die Zeit danach hat der Fan von Borussia Dortmund noch nicht verschwendet. „Im Fußball kann alles sehr schnell gehen – in beide Richtungen. Ich mache mir keinen Druck und fühle mich in Verl sehr wohl“, sagt der 21-Jährige. Zunächst will er mit seinem neuen Verein schnellstmöglich die 40-Punkte-Marke erreichen und ein paar Plätze nach obenhin gutmachen.

Fehlen dürfen bei dem großen Aufwand die ganz besonderen Besuche in der Heimat nicht. Denn neben seiner Familie leben auch seine Freundin Sina und einige Kumpels in der Nähe von Reelsen. „Viele gute Freunde spielen noch hier im Sportkreis. Ich versuche etwas von dem zurückzugeben, was viele von ihnen auch für mich tun. Einige kommen fast zu jedem Heimspiel und waren sogar in Wuppertal oder Oberhausen. Das freut mich jedes Mal natürlich sehr“, sagt Kurzen, der sich auf diese Unterstützung ganz bestimmt auch in Zukunft verlassen kann.

Foto: red

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