Brakel (red). Am 14. Januar fand in der Stadthalle Brakel eine gut besuchte Informationsveranstaltung der Stadt Brakel zum Thema „Welche Wärme für mein Haus?“ statt. Rund 150 Bürgerinnen und Bürger informierten sich aus erster Hand über die Zukunft der lokalen Wärmeversorgung und darüber, welche Möglichkeiten es für einzelne Haushalte zukünftig geben könnte.
Zukunft der Wärme in Brakel: Viele Fragen und Antworten
Bürgermeister Alexander Kleinschmidt eröffnete gemeinsam mit der Moderatorin Petra Schepsmeier von NRW.Energy4Climate die Veranstaltung. Im Fokus standen zentrale Fragen: Wie sieht die künftige Wärmeversorgung in Brakel aus? Werden in Brakel Fern- oder Nahwärmenetze entstehen – und wenn ja, wo? Bürgerinnen und Bürger interessierten sich außerdem dafür, wie lange ihre bestehende Heizung noch betrieben werden kann, wann ein Austausch sinnvoll wäre und ob Wärmepumpen auch in älteren Gebäuden geeignet sind.
„Sich frühzeitig zu informieren ist auf jeden Fall sinnvoll“, betonte Bürgermeister Kleinschmidt. „Damit kann jede und jeder in Ruhe eine passende Lösung für das eigene Zuhause finden.“
Umfassende Beratung und Austausch mit Experten
Petra Schepsmeier von NRW.Energy4Climate versprach zudem: „Heute Abend verlässt niemand mit offenen Fragen den Raum.“ Gleich zu Beginn wurden Mythen und Unsicherheiten in Bezug auf Heizungswechsel und Sanierung angesprochen und aufgeräumt. In entspannter Atmosphäre konnten sich die Anwesenden beim abschließenden Get-Together persönlich mit heimischen Handwerksbetrieben austauschen und gezielte Fragen zu Wärmepumpen, Heizungsmodernisierung und weiteren Themen stellen.
Kommunale Wärmeplanung: Nächste Schritte und Zeitrahmen
Im Rahmen der Veranstaltung gab die Stadt Brakel zudem einen Einblick in die abgeschlossene Kommunale Wärmeplanung. Im nächsten Schritt muss man mit externen Planern ins Gespräch kommen, die im Rahmen einer Machbarkeitsstudie verschiedene Versorgungskonzepte (wie verschiedene Erzeugungskombinationen, alternative Netzverläufe und Ausbaustufen) prüfen. Erst auf dieser Basis können konkrete Kosten verglichen, Finanzierungsoptionen diskutiert und Gespräche mit Fördermittelgebern und Kooperationspartnern aufgenommen werden. Dabei wurde auch realistisch aufgezeigt: Bis ein erstes Wärmenetz tatsächlich in Betrieb geht und Häuser mit klimafreundlicher Wärme versorgt, werden mindestens sechs Jahre vergehen.
Heizungsoptimierung, Förderung und Finanzierung im Blick
Praxisnahe Tipps für Heizungsoptimierung und den Umstieg auf Wärmepumpen gab Philipp Peters von der Firma Peters Badgestaltung & Haustechnik aus Bad Lippspringe. Dabei wurden auch die Kosten und umfangreichen Fördermöglichkeiten vorgestellt: Über die KfW-Bank kann der Einbau von Wärmepumpen derzeit mit bis zu 70 Prozent Zuschuss gefördert werden. Ergänzend berichtete Sabine Dohmann von der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter über die Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen. Sie verwies auf attraktive Programme und digitale Rechner der heimischen Banken, die einen ersten Überblick ermöglichen. Für persönliche Beratung stehen die Experten jederzeit bereit.
Große Resonanz und positives Fazit
Der Informationsabend war insgesamt sehr lebendig, alle Fragen wurden ausführlich beantwortet. Bürgermeister Kleinschmidt zeigte sich dankbar für das große Interesse: „Die Resonanz belegt, dass die Bürgerinnen und Bürger aktiv die Wärmewende mitgestalten möchten und gemeinsam einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“
Kontakt und weitere Informationen
Die Stadt Brakel kündigte an, die Bürgerinnen und Bürger weiterhin eng in den Prozess einzubinden und laufend zu aktuellen Entwicklungen zu informieren. Ansprechpartner und weitere Informationen stehen online auf der Webseite der Stadt zur Verfügung.
Die Präsentation zur Veranstaltung sowie die Flyer „In 50 Tagen zum sanierten Haus – Gut für uns und Stadt Brakel“ und „Zukunftssichere Wärme im Haus“ stehen auf der Homepage der Stadt Brakel online zur Verfügung (Hier). Auf Wunsch sendet Ihnen die Stadt Brakel die Unterlagen auch gerne per Post zu. Melden Sie sich dazu einfach bei Christiane Hecker, Fachbereich Planen und Bauen, unter der Telefonnummer 05272/360 1303.
Foto: Stadt Brakel