Höxter (red). Mit der „Tour de Pomme“ startet in diesem Jahr eine besondere Mitmach-Aktion zum Schutz der Streuobstbestände im Kreis Höxter. Organisiert wird das Projekt vom Bildungshaus Modexen im Rahmen der „Kreisweiten Kulturlandpflege“. Ziel ist es, Spenden zu sammeln, um Apfelbäume zu pflanzen, Pflegeschnitte zu finanzieren und pädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen.
Projektmitarbeiter Martin Petersen erklärte: „Insbesondere die Streuobstbestände prägen das Landschaftsbild im Kreis Höxter und sind nicht nur optisch oder aus Gründen der Naherholung schützenswert. Sie bieten vielfältigen Lebensraum, produzieren heimisches Obst und sind der ideale Ort, um Kindern und Jugendlichen auf spielerische Weise ein Bewusstsein für den Wert der Natur zu vermitteln. Leider verlieren wir nach und nach große Teile unserer Obstbaum-Bestände.“
Langfristiges Ziel: 1.000 Bäume erhalten
Die Idee basiert auf dem Prinzip eines jährlichen Spendenlaufs der Schulen. Mit den gesammelten Geldern sollen nachhaltige Maßnahmen für den Erhalt der Streuobstbestände finanziert werden. Das langfristige Ziel: In allen zehn Städten des Kreises sollen gemeinsam mit rund 100 Schulklassen insgesamt 1.000 Bäume dauerhaft gepflegt und erhalten werden.
Die praktische Arbeit übernehmen Obstwiesenberater und Streuobstpädagogen des Kreises Höxter. Unterstützung erhält die „Tour de Pomme“ zudem von der Stiftung für Natur · Heimat · Kultur im Steinheimer Becken, die bereits die Apfel-Annahmestellen in Scherfede, Bellersen und Ottenhausen sowie die Produktion der regionalen „Heimatapfel“-Produkte koordiniert.
Broschüre und erste positive Resonanz
Im Herbst 2025 soll zusätzlich eine Broschüre erscheinen, die Hintergrundwissen und praktische Tipps zur Arbeit mit Kindern auf Streuobstwiesen bietet. Sie wird online über das Bildungshaus Modexen verfügbar sein. Schon jetzt habe es erste positive Rückmeldungen von Schulen gegeben. Das Projektteam hoffe, dass sich weitere Klassen beteiligen, sodass die erste „Tour de Pomme“ im Spätsommer mit vielen Teilnehmenden starten könne.
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